Ein Kind ist keine einmalige Ausgabe, sondern eine Verschiebung deiner ganzen Finanzkurve: In der Elternzeit sinkt das Einkommen, gleichzeitig steigen die Ausgaben — und beides trifft dich am stärksten im ersten Jahr. Die gute Nachricht: Der Engpass ist planbar. Wer die Delle kennt, kann sie mit einem Puffer überbrücken. Schauen wir uns an, was passiert.
Das hier ist die Theorie. Wie sich euer Familienzuwachs auf euren finanziellen Spielraum auswirkt, rechnest du schon bald mit deinen echten Zahlen direkt im Vermögensspiegel durch.
Die Doppelwirkung: weniger Einkommen, mehr Ausgaben
Zwei Bewegungen laufen gleichzeitig:
- Einkommen sinkt: Das Basiselterngeld ersetzt grob 65 % des wegfallenden Nettos — und ist gedeckelt. Für gut Verdienende bleibt eine spürbare Lücke.
- Ausgaben steigen: Ausstattung, Betreuung, oft eine größere Wohnung. Dagegen stehen Kindergeld und ggf. weitere Zuschüsse — die die Lücke mildern, aber selten schließen.
Unterm Strich sinkt dein monatlicher Spielraum — am tiefsten in der Elternzeit, danach erholt er sich mit der Rückkehr ins Einkommen.
Der Hebel: eine Reserve, die die Delle überbrückt
In dieser Phase zählt nicht Rendite, sondern Liquidität. Ein Puffer, der die einkommensschwachen Monate abfedert, nimmt den Druck aus der schönsten und anstrengendsten Zeit. Grobe Orientierung: monatliche Lücke × geplante Elternzeit-Monate, plus Ausstattung und Unvorhergesehenes — zusätzlich zum normalen Notgroschen.
Der Vermögensspiegel macht genau das sichtbar: wie viel Liquidität du heute hast und wie tief du in die Reserve greifen kannst, ohne dein Sicherheitsnetz zu reißen. Der Ausgangspunkt ist dein Nettovermögen — und wenn danach ein Eigenheim ansteht, hilft Wie viel Eigenkapital für den Hauskauf? weiter.
Bald: die Familien-Simulation
Wir bauen gerade eine Simulation, die den Einkommens-Dip, die neuen Fixkosten und die Zuschüsse für dich hochrechnet — und zeigt, wie lange deine Reserve die Elternzeit trägt. Bis dahin legst du deine Ausgangslage schon jetzt an.
Ausgangslage kostenlos anlegenHäufige Fragen
Was kostet ein Kind monatlich?
Das hängt von Betreuung, Wohnen und Lebensstil ab. Wichtiger als eine Pauschale ist die Doppelwirkung:
Einkommen sinkt (Elterngeld ersetzt nur einen Teil), Ausgaben steigen. Am engsten ist das erste Jahr.
Wie viel Rücklage vor der Geburt?
So viel, dass du die Elternzeit überbrücken kannst — grob: monatliche Lücke × Elternzeit-Monate, plus
Puffer für Ausstattung. Zusätzlich zum normalen Notgroschen.
Ersetzt das Elterngeld mein Gehalt?
Nur teilweise (grob 65 % des wegfallenden Nettos, gedeckelt). Für Gutverdienende bleibt eine spürbare
Lücke, die aus Budget oder Rücklagen kommt.
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