Entscheidung · Ruhestand

Rentenlücke berechnen: wie groß ist deine Lücke wirklich?

Die meisten unterschätzen eine einfache Zahl: Was von deinem heutigen Lebensstandard bleibt, wenn die Gehaltsüberweisung durch die Rente ersetzt wird. Diese Differenz ist deine Rentenlücke — und sie ist der Ausgangspunkt jeder Ruhestandsplanung. Die gute Nachricht: Du kannst sie in ein paar Minuten überschlagen. Hier findest du die Rechnung, ein Bild dazu — und wie du siehst, ob dein heutiges Vermögen die Lücke schon trägt.

Das hier ist die Theorie. Wie groß deine persönliche Rentenlücke wirklich ist, rechnest du schon bald mit deinen echten Zahlen direkt im Vermögensspiegel durch.

Was ist die Rentenlücke?

Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen deinem letzten Nettoeinkommen und deiner erwarteten Nettorente. Sie zeigt, wie viel Geld dir im Ruhestand Monat für Monat fehlt, um deinen gewohnten Lebensstandard zu halten. Verlässt du dich allein auf die gesetzliche Rente, ist diese Lücke bei den meisten deutlich größer als gedacht — denn die gesetzliche Rente ersetzt nur einen Teil des früheren Einkommens.

Rentenlücke berechnen — in drei Schritten

  1. Letztes Nettoeinkommen: Nimm dein heutiges monatliches Netto als den Lebensstandard, den du halten möchtest.
  2. Erwartete Nettorente schätzen: Deine Renteninformation (jährlicher Brief der Deutschen Rentenversicherung) nennt die voraussichtliche Bruttorente. Nach Kranken-/Pflegeversicherung und ggf. Steuer bleibt die Nettorente. Grobe Orientierung: die gesetzliche Rente liegt oft bei rund 45–55 % des letzten Nettos.
  3. Differenz bilden: Letztes Netto − erwartete Nettorente = deine monatliche Rentenlücke.
2.500 € netto von der Rente gedeckt ≈ 1.150 € Rente Rentenlücke ≈ 1.350 € / Monat Letztes Nettoeinkommen Gesetzliche Rente
Beispiel: 2.500 € Nettoeinkommen, davon deckt die gesetzliche Rente rund 1.150 € — es bleibt eine Lücke von etwa 1.350 € pro Monat. Illustrative Werte; deine echten Zahlen stehen in deiner Renteninformation.

Ein wichtiger Zusatz: Manche Ausgaben sinken im Ruhestand (die Sparrate selbst, Pendeln, ein abbezahltes Haus). Umgekehrt entwertet die Inflation eine feste Rente über 20–30 Jahre spürbar. Rechne deine Ziel-Rente deshalb in heutiger Kaufkraft und plane einen Puffer ein.

Was bedeutet die Lücke in Kapital?

Aus der monatlichen Lücke wird ein Kapitalbedarf. Als grobe Faustregel entspricht er der jährlichen Lücke × etwa 20–25 (angelehnt an eine Entnahme von rund 4 % pro Jahr). Die Beispiel-Lücke von 1.350 € pro Monat sind rund 16.200 € im Jahr — also grob 320.000 bis 400.000 € Kapital. Das ist eine Orientierung, kein Finanzplan: Wie viel Vermögen du insgesamt brauchst und wie du prüfst, ob deins reicht, rechnet der ausführliche Leitfaden Wie viel Vermögen brauche ich für den Ruhestand? durch.

Wo stehst du heute? Der ehrliche Ausgangspunkt

Bevor du planst, wie du die Lücke schließt, brauchst du eine Zahl: was du heute schon hast. Der Vermögensspiegel führt deine Konten, dein Depot, deine Altersvorsorge und Sachwerte zu einem Nettovermögen zusammen — ohne Bankanbindung, alles bleibt bei dir. Besonders die Säule Altersvorsorge wird so sichtbar: Betriebsrente, private Verträge, Rücklagen — der Bestand, der deiner künftigen Lücke gegenübersteht.

Bald: die Rentenlücken-Simulation

Wir bauen gerade eine Simulation, die deine Lücke und den Kapitalbedarf für dich hochrechnet — inklusive Inflation und deiner vorhandenen Vorsorge. Bis dahin legst du im Vermögensspiegel schon jetzt deine Ausgangslage an, damit die Zahl steht, wenn du planst.

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Häufige Fragen

Wie berechne ich meine Rentenlücke?
Letztes monatliches Nettoeinkommen minus erwartete monatliche Nettorente. Deine voraussichtliche Rente steht in der jährlichen Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung; grob liegt die gesetzliche Rente oft bei 45–55 % des letzten Nettos. Beispiel: 2.500 € − 1.150 € ≈ 1.350 € Lücke pro Monat.

Wie viel Kapital schließt die Lücke?
Grobe Faustregel: jährliche Lücke × etwa 20–25 (rund 4 % Entnahme). 1.350 €/Monat = 16.200 €/Jahr → grob 320.000–400.000 €. Orientierung, keine exakte Planung — Lebensdauer, Rendite und Inflation verschieben die Zahl.

Muss ich die Inflation berücksichtigen?
Ja. Eine feste Rente verliert über 20–30 Jahre deutlich an Kaufkraft. Plane die Ziel-Rente in heutiger Kaufkraft und rechne damit, dass die reale Lücke mit der Zeit wächst.

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Keine Renten- oder Anlageberatung: Alle Inhalte dienen der allgemeinen Information. Prozentangaben, Faustregeln und Rechenbeispiele sind vereinfacht und illustrativ; deine verbindlichen Werte stehen in deiner Renteninformation. Für die individuelle Altersvorsorge wende dich an die Deutsche Rentenversicherung oder einen unabhängigen Berater.