Datenschutz · Ohne Bankzugriff

Vermögensübersicht ohne Kontoverbindung

Kurz beantwortet: Ja, eine vollständige Vermögensübersicht funktioniert auch ohne Kontoverbindung (PSD2). Statt deine Bankkonten automatisch verbinden zu lassen, trägst du Konten, Depot, Altersvorsorge und Sachwerte selbst ein – oder importierst sie aus Excel. Kein Drittanbieter erhält dafür Zugriff auf deine Bankkonten, du bleibst Herr über deine Daten.

Viele Finanz-Apps setzen inzwischen selbstverständlich eine Kontoverbindung voraus – du gibst deiner Bank-App die Erlaubnis, dass ein Drittanbieter Umsätze und Salden mitliest. Wer das nicht will, glaubt oft, es gäbe dann keinen Überblick mehr. Das stimmt nicht: Eine Vermögensübersicht ohne Kontoverbindung ist möglich – und hat sogar Vorteile.

Was bedeutet „Kontoverbindung" genau? (PSD2 kurz erklärt)

PSD2 ist eine EU-Zahlungsdiensterichtlinie, die es Drittanbietern erlaubt, mit deiner Zustimmung direkt auf Umsätze und Salden deiner Bankkonten zuzugreifen – technisch über eine Schnittstelle deiner Bank. Das ist die Grundlage, auf der die meisten Multibanking- und Finanz-Apps arbeiten: Sie verbinden sich einmal mit deiner Bank und lesen danach laufend mit.

Warum manche bewusst keine Kontoverbindung wollen

  • Weniger Angriffsfläche: Kein zusätzlicher Drittanbieter mit dauerhaftem Kontozugriff, der selbst Ziel eines Datenlecks werden könnte.
  • Kontrolle behalten: Du entscheidest, was und wann du einträgst – statt dass ein automatischer Prozess ungefragt mitliest.
  • Nicht alles ist ein Konto: Immobilie, Gold, Beteiligungen oder der Anteil am Familienunternehmen haben ohnehin keine Kontoverbindung – sie gehören trotzdem in eine vollständige Vermögensübersicht.
  • Datenschutz-Skepsis: „Würde ich meine Finanzdaten hier eintragen?" ist eine berechtigte Frage – die Antwort vieler ist: nur ohne Bankzugriff.

So funktioniert die Vermögensübersicht ohne Kontoverbindung

  1. Werte zusammentragen: Girokonto, Tagesgeld, Depot, Altersvorsorge, Immobilie, Sachwerte, Verbindlichkeiten – alles, was zu deinem Nettovermögen zählt.
  2. Eintragen oder importieren: Du tippst deine Stände direkt ein oder importierst eine bestehende Excel-Tabelle.
  3. In deinem eigenen Turnus aktualisieren: Zum Beispiel einmal im Monat – nicht täglich, wie es eine automatische Kontoverbindung suggerieren würde.
  4. Nettovermögen über die Zeit sehen: Jeder Stand wird zu einem Punkt in deinem Verlauf – so erkennst du Entwicklung, nicht nur den Status quo.

Genau diesen Weg geht Vermögensspiegel: Gesamtvermögens-Tracker über alle vier Säulen, inklusive Verbindlichkeiten und Partner-Konten – ganz ohne Bankzugriff. Was das konkret für deine Daten bedeutet, steht im Guide Finanzdaten sicher verwalten.

Was du dafür eintauschst

Ehrlich betrachtet hat der Verzicht auf Kontoverbindung auch eine Kehrseite: Deine Übersicht ist nicht automatisch tagesaktuell, sondern so aktuell wie dein letztes Update. Für die meisten Entscheidungen – Nettovermögen einschätzen, Hauskauf vorbereiten, Erbe ordnen, Anlageziel überprüfen – reicht ein monatlicher oder quartalsweiser Stand völlig aus. Wer dagegen jeden Umsatz automatisch kategorisiert sehen will, ist mit einer klassischen Multibanking-App besser bedient – dafür mit Bankzugriff. Die Abwägung im Detail steht im Multibanking-Vergleich.

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Häufige Fragen

Was ist eine Kontoverbindung bei Finanz-Apps (PSD2)?
Eine EU-Zahlungsdiensterichtlinie, über die Finanz-Apps mit deiner Erlaubnis direkten, meist dauerhaften Zugriff auf Umsätze und Salden deiner Bankkonten erhalten.

Ist eine Vermögensübersicht ohne Kontoverbindung weniger genau?
Nein, solange du sie regelmäßig pflegst. Sie ist nicht automatisch tagesaktuell, bildet dafür aber auch Werte ab, die eine reine Kontoverbindung gar nicht sieht – Immobilien, Gold, Beteiligungen.

Wie trage ich meine Werte ein, wenn es keine automatische Kontoverbindung gibt?
Direkt in die Tabelle eintippen oder per Excel-Import – beides dauert nur wenige Minuten. Exportieren kannst du deine Daten jederzeit wieder als Excel.

Ist das sicherer als eine App mit Kontoverbindung?
Ohne Kontoverbindung erhält kein Drittanbieter dauerhaften Zugriff auf deine Bankkonten. Vermögensspiegel überträgt und speichert zusätzlich verschlüsselt, hostet in Deutschland und bietet optional Zwei-Faktor-Authentifizierung. Details im Guide Finanzdaten sicher verwalten.

Weiterführend

Hinweis: Dieser Beitrag erklärt PSD2/Kontoverbindung allgemein und die konkrete Umsetzung bei Vermögensspiegel (Stand 09/2026). Details zur Datenverarbeitung findest du in der Datenschutzerklärung. Vermögensspiegel stellt keine Anlageberatung im Sinne des §1 Abs. 1a KWG dar.